Was sind Blogs?

Sinn und Zweck von Blogbeiträgen 

 

 

Hinter einem Blog (abgeleitet aus dem englischen: weblog = Logbuch im Web / Internet) steht im Minimalfall eine einzelne Person, die den Blog als öffentliches, für jedermann einsehbares Tagebuch mit Aspekten aus dem eigenen Leben oder als Diskussionsplattform für spezifische Themen führt.

 

Die Grundlage dafür ist in jedem Fall eine geeignete Betriebsplattform. Entweder von einem kommerziellen Anbieter, der die nötige Software und den Speicherplatz zur Verfügung stellt (z.B. blogger.com, WordPress oder Tumblr), oder der Betreiber benutzt einen eigenen, oft auch namentlich oder thematisch passenden Domainnamen auf Grundlage von eigenem Webspace. Hierzu wird eine passende Bloggersoftware auf der eigenen Domain installiert und betrieben. Grundlagenwissen in HTML und ein wenig Ahnung von der verwendeten Servertechnik sind in so einem Fall sicher nicht falsch.

 

Merkmale von Blogs:

Ein wichtiges Merkmal ist die Art der Kommunikation, die sehr individuelle Ausprägungen hat. Angefangen bei Technik-Blogs, die zwar für jedermann zugänglich sind, aber dennoch bei Laien kaum auf Interesse stoßen, bis hin zu von Hausfrauen geführten Koch-Blogs, in denen täglich das zubereitete Mittag /Abendessen ausführlich dokumentiert wird. Meist noch garniert mit Fotos und wichtigen Tipps für die Zubereitung. Den Interessengebieten sind praktisch keine Grenzen gesetzt (bis auf rechtliche).

 

Ein weiteres Merkmal ist die Vernetzung. Blogbesitzer, deren Veröffentlichungen von anderen Bloggern verlinkt werden, bekommen über die Trackback-Funktion automatisch einen Link (Trackback) auf die eigene Seite. So erkennen Besucher sofort welche anderen Blogs auf einen speziellen Blogbeitrag verlinkt haben. Dadurch lernt man ganz automatisch auch andere, weiter führende Blogs kennen. Diese miteinander vernetzte „Wolke“ nennt man auch die "Blogosphäre". Die meisten Betreiber kennen die thematisch verwandten Blogseiten und verlinken auch ganz selbstlos auf gute Blogbeiträge. Eine regelmäßige Lektüre dieser verwandten Blogs ist ein essentieller Bestandteil der Blogosphäre. Nur so kommen wieder neue Verlinkungen zustande, die das ganze System dauerhaft beleben und so interessant machen.

 

Kommentarbeiträge:

Selbst wenn man nicht die Absicht hat einen eigenen Blog zu starten, lohnt sich die Teilnahme an den Diskussionen in Form von Kommentarbeiträgen. Hier liegt auch die Würze dieses Konzepts: Kommentare kommen von den Usern, die dem jeweiligen Beitrag des Bloggers entweder ihre volle Zustimmung schenken oder aber diesen kritisch kommentieren. Nicht selten entstehen durch kontroverse Beiträge endlose Diskussionen in Form von Kommentaren. Dem Blogger selbst entsteht dadurch aber auch die Pflicht, solche Diskussionen in den richtigen Bahnen zu halten und dafür zu sorgen, dass das Thema nicht komplett abdriftet. Schließlich hat er ja selbst mit seinem Beitrag alles angestoßen.

 

Veröffentlichen von eigenen Blogbeiträgen (Gastartikel):

Viele Blogbesitzer akzeptieren Gastautoren und bieten auch Außenstehenden, Blogartikel zu veröffentlichen. Dies ist meist für beide Seiten vorteilhaft. Der Betreiber erhält auf diese Weise mehr Content für seinen Blog und stetig neue Inhalte, welche den Blog lebendig und aktuell machen. Der Gastautor hat die Möglichkeit sein Wissen mit einem breiten Publikum zu teilen und auch ohne eigenen Blog, Informationen im Internet zu veröffentlichen.

 

Weitere Vorteile von Gastartikeln:

  • Gastartikel helfen dabei eine gewisse Bekanntheit im Internet zu erlangen und seinen Experten-Status zu fördern.
  • Gastartikel bringen durch die Verlinkung direkt im Artikel oder im Autorenprofil, der eigenen Seite einen guten Backlink und mehr Traffic.

Blogs sollten nicht als Werbemittel missbraucht werden!
Ein Blogartikel (ob von einem Gastautor oder dem Betreiber selbst stammend) sollte in erster Linie sachlich informativ sein. Werbung für Dienste und Produkte sollte nur eine Nebenrolle spielen und findet eher indirekt, über Textlinks zur eigenen Webseite oder über die Angaben zum Autor statt.

 

Ein Blog ist eine Plattform, die thematisch relevante Informationen für seine Leser bereitstellt. In Blogartikeln geht es vorrangig um die neutrale Beleuchtung eines Themas. Deshalb sollte auch ein Gastartikel aus dem gleichen Themenfeld kommen!

 

Mehr oder weniger kann man Blogs also auch als eine Art populären, jedermann zugänglichen Journalismus bezeichnen. Allerdings ist der Erfolg sehr abhängig von der Qualität und vor allem dem Inhalt des jeweiligen Blogs. Wer versucht, seine kunterbunten und ungeordneten Gedanken mit schlechter Grammatik unter das Bloggervolk zu bringen, wird damit nicht viel Interesse wecken und mit Sicherheit kaum verlinkt werden.

 

Der Auswahl der Thematik, egal wie breit gestreut, muss ein gewisses Maß an Professionalität zur Seite stehen. Sowohl beim dazugehörigen Fachwissen als auch bei der deutschen Rechtschreibung.