Frames

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Frames (deutsch: Rahmen) sind eine mittlerweile veraltete Form der Webseitengestaltung. Eingeführt wurden sie zusammen mit der Technik des Navigator 2.0 (der Basis des heutigen Firefox) von Netscape im Frühjahr 1996.

 

Bald darauf tauchten etliche Webseiten mit teils verwirrenden Framesets im Internet auf, die dem Besucher einiges an Disziplin abverlangten. Schlampig programmierte Framesets (Webseiten die aus mehreren Unterseiten in eigenen Rahmen zusammengesetzt wurden) erlaubten ein wildes verschieben der Frames, was eine Webseite schnell zum chaotischen Durcheinander werden ließ. Außerdem wurden die Seiten bei unterschiedlichen Monitor-Auflösungen immer anders angezeigt, weil sich die Frames immer dem Rand anpassten. Das mühsam erstellte Designtemplate hatte also nur seine Gültigkeit, wenn man es auf dem eigenen Monitor betrachtete. Zudem sind Frames absolut ungeeignet für das Erstellen von mobilen Webseiten mit responsive Design.

 

Größtes Manko war allerdings die nicht einheitlichen URLs der einzelnen Frames. Ein Bookmark konnte man sinnvollerweise nur für die Seite mit dem Frameset setzen. Wenn das auf einem zufällig markierten Frame passierte, bekam man beim nächsten Aufruf auch nur diesen einzelnen Frame gezeigt. Meistens ohne eine simple Möglichkeit auf den darüber liegenden Frameset zu wechseln.

 

Diese Einschränkung im Bedienkomfort, insbesondere in Bezug auf barrierefreie Webseiten, war auch letzten Endes der Grund für das langsame Verschwinden von Frames Anfang der 2000er Jahre. Ersetzt wurden diese durch andere Techniken wie Cascading Style Sheets (CSS) oder Inlineframes, die eine wesentlich genauere Anpassung des Designs auf die unterschiedlichsten Monitorgrößen erlauben.

 

Vom W3C wurden Frames in den Versionen HTML 4.0 und XHTML 1.0 standardisiert, in HTML 5.0 sind sie nicht mehr enthalten. Von einem Gebrauch von Frames auf modernen Webseiten ist deshalb abzuraten, es gibt bessere und vor allem suchmaschinenfreundlichere Lösungen.