26-10-2013 - NEWS - Qype macht dicht

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Qype war bislang eines der wichtigsten Bewertungsportale im Netz und hatte bei Google einen hohen Stellenwert. Webseiten mit vielen Erfahrungsberichten auf Qype wurden auch auf den Suchergebnisseiten von Google mit einer Sterneangabe versehen und je besser die Bewertung auf Qype, desto besser auch die Listung bei Google.

 

Jetzt wurde Qype von Yelp gekauft. Das bedeutet, dass es Qype ab den 30.Okt. nicht mehr gibt! Für viele ehemalige Qype-Nutzer bedeutet dies, neue Accounts zu eröffnen und die übertragenen Daten auf Yelp zu aktualisieren und teils neu zu erstellen.
Yelp hat PR7 und wird bei Google sicherlich bald dieselbe Autorität wie Qype haben. Daher haben viele Nutzer den Mehraufwand in Kauf genommen und ihre Einträge transferiert.

Was man jetzt aber schon häufig feststellen kann, ist eine scheinbar willkürliche (Nicht-) Freischaltung von Erfahrungsberichten. Einige der relevanten Qype-Beiträge für Unternehmen, welche ja bereits durch Mitarbeiter kontrolliert wurden, werden jetzt bei Yelp nicht mehr angezeigt.
Das liegt an dem automatischen Beitragsfilter von Yelp. Dabei kann es passieren, dass reale und relevante Kommentare und Erfahrungsberichte gefiltert werden und andere, zum Teil unpassende, Kommentare, die mit dem betreffenden Unternehmen an sich nichts zu tun haben, angezeigt werden!
Um als interessierter Yelp-Nutzer ausgeblendete (gefilterte) Bewertungen lesen zu können, müsste man erst einen Captcha-Code eingeben. Aber wer macht das schon!
Außerdem fließen gefilterte Beiträge nicht in die Sternchenbewertung mit ein!

Daher ist es bislang nicht empfehlenswert, die Yelp-Bewertungsbox auf die eigene Webseite zu setzen, man kann ja nie wissen, was dort geschaltet wird und was nicht. Und wer möchte schon gerne schwachsinnige Kommentare und irrelevante Gedankenausbrüche von besonders „engagierten“ Yelp-Nutzern auf seiner eigenen Webseite anzeigen. Erfahrungsberichte heißen ja nicht umsonst so! Sie sollen die Erfahrungen mit der Location oder dem Unternehmen wiederspiegeln und daher auch Bezug zum Unternehmen haben. Solange Yelp die Beiträge nicht persönlich kontrolliert und die Arbeit einer automatischen Beitragsfilter-Software überlässt, haben die geschalteten Erfahrungsberichte unserer Meinung nach kaum Mehrwert für die eigene Webseite.