17-11-2017 – NEWS - Google Update FRED

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Ein Update Namens „Fred“

Nachdem im März 2017 ungewöhnliche Schwankungen in den SERPs zu verzeichnen waren, gab es viele Spekulationen über ein neues, großes Google-Update.

Das sogenannte „Google-Update Fred“ tauchte auf, nachdem sich Gary Illyes von Google zu den unerklärlichen Ranking-Einbrüchen und überraschenden Steigerungen äußerte.
Er bestätigte, dass es ein größeres Update der Prüfalgorithmen gegeben hat und schlug im Scherz vor, dass künftig alle Google-Updates nach seinem Fisch „Fred“ benannt werden sollen.

 

„Fred“ der optimierte Panda

Allerdings war „Fred“ kein neues Update, sondern nur eine Verschärfung der Prüfalgorithmen in Bezug auf die Webseitenqualität.
Das ist nichts Neues und spätestens nach dem letzten großen Panda Update im März 2013 sollte jeder Seitenbetreiber wissen, dass gut aufbereiteter Webseiten-Content mit hochwertigen und informativen Inhalten beim Ranking eine entscheidende Rolle spielt und wie wichtig die Einhaltung der Richtlinien für Webmaster ist.

 

Das Grundprinzip der Webseitengestaltung

Webseiten sind dafür da, Besuchern zu gefallen, nicht Suchmaschinen!

Dies bedeutet seit jeher, keine Tricks und keine Täuschungen, also alles Bio.
Betrachten Sie Ihre Webseite mit den Augen eines gewünschten Nutzers und rücken Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale in den Vordergrund.

 

Qualitativ hochwertige Webseiten laut Google

Wie sich Google eine hochwertige Webseite vorstellt, kann man sehr detailliert in den Inhaltsrichtlinien und den Qualitätsrichtlinien nachlesen.
Dort werden diverse Bewertungskriterien aufgeführt, welche in ihrer Gesamtheit zur Webseitenqualität beitragen. Diese Kriterien werden bei Google mithilfe der Prüfalgorithmen bewertet.
Wie die Algorithmen im Detail aussehen, wie die Gewichtung der Bewertungskriterien ist und welche Skala für den Filter - Gute Webseite, Schlechte Webseite - verwendet wird, dies verrät Google natürlich nicht.

 

Weiterführender Link zu diesem Thema: Suchmaschinenerklärung

 

„Panda“, „Penguin“ und „Fred“

Im Zuge der Verbesserung eigener Prüfalgorithmen hatte Google in der Vergangenheit diverse Panda-Updates (OnPage) und Penguin-Updates (Off-Page) veröffentlicht.
Seit Oktober 2016 sind alle Bewertungskriterien in einem Kernalgorithmus zusammengefasst, der nun kontinuierlich angepasst und verfeinert wird.

 

„Fred“ versus Affiliate Programme

Bei „Fred“ hat es überwiegend Webseiten mit Werbebannern und Affiliate-Links erwischt. Webseiten, die nur aus dem Grund erstellt worden sind, Werbeinnahmen zu erzielen, wurden von Google auf die hinteren Plätze verbannt. Dies ist nicht verwunderlich, da Affiliate-Websites, laut Qualitätsrichtlinien, für Nutzer ohne Mehrwert sind.

 

Der „Fredsche“- Ranking-Verlust

Weitere Ranking-Verlierer nach „Fred“ sind diesmal insbesondere Webseiten die nicht besucher- und benutzerfreundlich sind.

 

Zitat Google:

„Eine Website besitzt dann ein gutes Ranking für einen bestimmten Suchbegriff, wenn wir mithilfe unserer Algorithmen ermittelt haben,
dass ihr Inhalt für die Suchanfrage von Nutzern eine hohe Relevanz aufweist.“
[https://support.google.com/webmasters/answer/70897?hl=de]

 

Die kontinuierliche Betrachtung der SERPs seit „Fred“ im März 2017 zeigt deutlich, dass insbesondere die Prüfalgorithmen zum Nutzerverhalten verschärft wurden. Vor allem Faktoren, wie Verweildauer, Absprungraten und Kaufverhalten in Online-Shops fallen seitdem beim Filter für Webseitenqualität noch stärker ins Gewicht.

 

Diese „User Signale“ zeigen Google deutlich, welcher Shop das attraktivere Angebot hat.
Wobei sich das Angebot nicht nur auf eine gute Produktpräsentation und Beschreibung beschränkt, sondern sich vielmehr auf den gesamten Kaufprozess bezieht.

 

Die Anzahl der Produkte spielt hierbei eine untergeordnete Rolle.
Wenn beispielsweise ein spezialisierter Shop 50 Produkte anbietet und am Tag 10 Kaufabschlüsse hat und ein anderer Shop derselben Branche 500 Produkte anbietet und am Tag auch nur 10 Kaufabschlüsse hat, dann zeigt dies deutlich, welcher Shop für Besucher attraktiver ist. Und Google möchte ja auf seinen ersten Positionen die relevantesten Webseiten anzeigen.

 

Auch die Zugriffszahlen sind weniger ausschlaggebend.
Ein Shop mit vielen Besuchern und wenig Kaufabschlüssen könnte schlechter bewertet werden als ein Shop mit wenigen Besuchern, im Verhältnis dazu aber vielen Kaufabschlüssen.

 

Daher erleiden seit „Fred“ vor allem Online-Shops mit hohen Absprungraten vor dem Kaufabschluss teils starke Rankingverluste.

 

Fazit: Online-Shops mit schneller und vertrauenswürdiger Kaufabwicklung, kurzen Wegen von der Startseite zur Warenkorblegung und sichere Bezahlmöglichkeiten, haben im Verhältnis mehr Kaufabschlüsse und somit auch deutlich bessere Chancen in den SERPs.

 

Weiterführender Link zu diesem Thema: Das Nutzerverhalten - ein wichtiger Faktor für Webseitenqualität

 

Weitere wichtige Faktoren die das Besucherverhalten und das Ranking positiv beeinflussen sind nach wie vor:

  • Ein gesundes Linkprofil
  • Seitenaufrufe über Social Media Plattformen und Verweisseiten oder direkte Seitenaufrufe
    (ausgenommen sind Zugriffe über die Google Ergebnisliste)
  • Viele positive Reviews (Bewertungen und Erfahrungsberichte)

 

 

Die Filter für Webseitenqualität werden stetig engmaschiger.
Daher sollte man sich nicht auf bisherigen Erfolgen ausruhen.
Nur wer für die Besucher relevante Inhalte bietet
und dafür sorgt, dass potentielle Kunden auch fündig werden,
wird sein positives Google-Ranking behalten.