10-02-2015 - NEWS - Google Abmahn-Welle 2014

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Abstrafungs- und Abmahn-Welle in 2014


Ende letzten Jahres bekamen tausende Seitenbetreiber die Auswirkungen des vorangegangenen Penguin-Updates 3.0 zu spüren und erlitten zum Teil erhebliche Ranking Verluste. Auslöser hierfür war eine „unnatürliche Linkstruktur“.

 

Etliche Webseitenbetreiber erhielten über die Google-Webmastertools eine Meldung zu „unnatürlichen Links“ und ergriffen daraufhin überstürzte Maßnahmen !

Die Nachricht „Links zu Ihrer Website verstoßen gegen die Qualitätsrichtlinien von Google. Bitte korrigieren oder entfernen Sie alle unnatürlichen Links.“ , versetzte viele Seitenbetreiber in Panik und verleitete sie zu vorschnellem Handeln:

 

  • Einige Betroffene reagierten mit einem sofortigen und massenhaften Linkabbau ohne vorige Kontrolle der Links!
  • Weitere Webseitenbetreiber machten „Tabula rasa“ und erklärten gleich ihre gesamten Links für ungültig!
  • Andere ließen, von SEO-Tools beeinflusst, hochwertige Links entfernen, anstatt der von Google als unnatürlich bewerteten Links!

 

Die bloße Nachricht, ein neues Penguin-Update sei in Umlauf, veranlasste auch viele Webseitenbetreiber dazu, ihre vermeintlichen bösen Links ohne Google-Aufforderung mit dem Google's Disavow-Links-Tool zu entwerten. Die Folge war, dass diese Webseiten erst nach der Entwertungsaktion einen Ranking-Verlust erlitten.

Grund dafür war in den meisten Fällen, dass die falschen oder zu viele Links auf einmal entwertet wurden. Aber auch schlichtweg, weil Google erst durch das Einreichen der „bösen Linkliste“ auf das Betreiben von unnatürlichem Linkaufbau aufmerksam gemacht wurde.

 

Künstliche oder unnatürliche Linkstrukturen sind laut Google:

  • Linktausch ("Verlink auf meine Website und ich verlinke auf deine") oder Partnerseiten zu dem ausschließlichen Zweck der gegenseitigen Verlinkung.
  • Kauf oder Verkauf von Links.
  • Verwendung automatisierter Programme oder Dienste zum Erstellen von Links zu Ihrer Webseite.
  • Weit verteilte Links in den Fußzeilen verschiedener Webseiten.
  • Optimierte Verlinkungen in Blogbeiträgen, Artikeln oder Pressemitteilungen.
  • Forum Kommentare mit Links im Post oder in der Signatur.
  • Links mit harten Money-Keywords als Ankertext.

 

Prüfen Sie Ihre eingehenden Links ganz genau, bevor Sie handeln.
Nur wenn ein, oder mehrere dieser aufgeführten Punkte zutreffen, sollten Sie Maßnahmen ergreifen!

 

Verlassen Sie sich nicht auf die Auswertungen von SEO-Tools!

SEO-Tools können die verweisenden Links nicht nach den Qualitätsrichtlinien von Google überprüfen! Sie bewerten nach ganz anderen Kriterien. Zum Beispiel nur nach PageRank der linkgebenden Webseiten, oder nach Anzahl der ausgehenden Links der jeweiligen Seite.

Daher werden Links die gegen die Google-Richtlinien verstoßen meistens als hochwertig angezeigt!
Nützliche Links aus guten Webverzeichnissen werden dagegen als schlechte Links gewertet.

 
Um eine eindeutige Aussage über die Qualität von Backlinks treffen zu können, muss man wissen, welche Bewertungskriterien das jeweilige Tool ansetzt und wie man die Ergebnisse interpretiert:

 Ein Link mit einem niedrigen „Link Influence Score“ ist nicht gleich ein schlechter Link, der entfernt werden müsste. Für eine natürliche Linkstruktur ist es üblich und auch wichtig, dass mehrere Links, die zu einer Webseite verweisen, "niedrige Qualität" haben. Man spricht hier von einer ausgewogenen Linkstruktur.

  • Viele SEO-Tools bewerten „nofollow Links“ mit einem niedrigen „Link Influence Score“.
    Aber um Google zu zeigen, dass eine Webseite interessant ist und nicht nur wegen der Backlinks gespeichert wird, ist es wichtig auch „nofollow Links“ von anderen Internetseiten zu erhalten.
  • Bekommt eine Webseite dagegen überwiegend Links mit einem hohem „Link Influence Score“, deutet das auf Linktausch, oder Linkkauf hin und wird von Google als unnatürlich gewertet!
  • Links aus Forum-Kommentaren werden von Google als unnatürliche Verlinkungen eingestuft. SEO-Tools zeigen sie dagegen als qualitativ hochwertig an!

 

Wie reagiert man bei einer Abstrafung, oder Abmahnung richtig und welche Vorsichtsmaßnahmen kann man ergreifen?

  • Prüfen Sie jeden einzelnen Link, um sicher zu stellen, dass es wirklich ein schädlicher Link ist!
  • Löschen Sie keine Interneteinträge, ohne sich vorab zu vergewissern, ob es tatsächlich notwendig ist!
  • Für einen möglichst natürlichen Verlauf, bauen Sie fragwürdige Links schrittweise, über einen längeren Zeitraum ab.
  • Betreiben Sie parallel dazu einen langsamen Wiederaufbau mit hochwertigen und echten Links.
  • Ändern Sie alle Anker-Texte mit harten Money-Keywords und verwenden Sie stattdessen Ihren Firmennamen, Ihre URL oder längere Phrasen als Textlinks. Bei Linktexten, die Sie nicht selbst ändern können, bitten Sie den jeweiligen Seitenbetreiber darum.
  • Verlinkte Money-Keywords auf „nofollow“ zu setzen, wäre die sicherste und effektivste Lösung. (Zeigt Google das auf wichtige Infos verwiesen wird und die Links nicht zwecks Linkaufbau gesetzt wurden.)
  • Erstellen Sie eine Google Disavow-Liste für schädliche Links, die sich nicht ändern oder entfernen lassen und reichen diese bei Google zur Entwertung ein.

 

Wenn Sie Ihr Backlinkprofil bereinigt haben, stellen Sie bei Google einen Antrag auf erneute Überprüfung.

 

Trotz der allgemeinen Panik um das neue Penguin-Update und die folgende Abmahnwelle, sind auch positive Effekte zu verzeichnen. Webseitenbetreiber mit einer soliden und natürlichen Linkstruktur stiegen im Ranking und auch abgemahnte Webseiten-Betreiber haben durch besonnenes Verhalten und behutsamen Link-Änderungen keinen Absturz erlitten.

 

Verlorene Rankings kann man wieder zurückgewinnen

Wenn man sich bemüht und seine Linkstruktur mit Bedacht aufräumt und sich auch in Zukunft an die Google Richtlinien für Webmaster hält, wird Google einem wieder verzeihen.

 

Kommentare

Im Dez.2015 bekam ich von

Im Dez.2015 bekam ich von Google eine Nachricht wegen unnatürlichen Links. Es betrifft eine meiner Infoseiten (Reise). Habe die Links mit einem Backlink-Tool überprüft und bei Google entwerten lassen (ca.2500 Links). Gestern ist meine Website mit fast allen wichtigen Keywords extrem abgerutscht!!!! Habe wahrscheinlich die falschen Links eingereicht. Soll ich die Disavow-Liste bei Google jetzt wieder löschen?

Hallo Andi,

Hallo Andi, mit einer Disavow-Liste werden Deine Links bei Google nur entwertet, sie sind aber nicht wirklich weg. Nachdem Du von Google angeschrieben wurdest, ist es nicht ratsam, die Disavow-Liste einfach wieder zu löschen. Schau Deine gesamten Links nochmal durch und versuche erstmal die schädlichen Links selbst zu löschen. Bei denen wo Du nicht selbst rankommst, bitte den Seitenbetreiber darum. Lese Dir vorher aber genau durch, welche in den Augen von Google als „unnatürlich“ gelten! ZB.: Links aus Forum Kommentaren, Links von ausländischen Webseiten (Russenlinks), zu viele Anker-Textlinks aus Blogbeiträgen (Moneykeywords), Links von themenfremden Webseiten ……. Erstelle dann für die restlichen schädlichen Links, die Du nicht entfernen konntest, eine neue Disavow-Liste und reiche diese zur Entwertung bei Google erneut ein. Wünsche Dir viel Erfolg.