05-10-2016 – NEWS - Penguin 4.0 - Das Warten hat ein Ende

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Neues Penguin Update Version 4.0

 

Seit September 2016 gehört die vierte Version des Penguin-Updates nun zum Google Kernalgorithmus und arbeitet ab sofort in Echtzeit!

 

Das bedeutet, dass sich Änderungen an der Linkstruktur jetzt gleich nach dem erneuten Indexieren der Webseite auf das Ranking auswirken können.

  • Jetzt können ein bereinigtes Backlinkprofil und der Aufbau von neuen guten Links das Ranking bereits beim nächsten Crawlen der Seite wieder steigern.
  • Aber auch schädliche Links werden nun vom integrierten Penguin Algorithmus sofort erkannt und das Ranking kann dadurch schlagartig wieder abrutschen!

 

Auswirkungen von Penguin 4.0 auf die SERPs (Suchmaschinen Ergebnisseiten)

  • Opfer vorangegangener Pinguin-Updates können aufatmen.
    Nach 2 Jahren Blockade kann es endlich wieder aufwärts gehen!
  • Im Gegenzug ist der Frust bei Webmastern groß, die sich immer brav an die Richtlinien gehalten haben.
    Sie müssen jetzt um die verdienten guten Platzierungen in den Suchergebnisseiten bangen.
    Bislang abgestrafte Webseiten können sie nun schnell von der ersten Seite verdrängen.
  • Die Konkurrenz wird auf jeden Fall wieder größer.

 

Herabgestufte Domains können sich jetzt schnell wieder erholen

Bei einem Penguin-Update werden Domains auf minderwertige, nicht Google konforme Verlinkungen mit einem automatisierten Filter überprüft.

Wenn gewisse Grenzwerte überschritten werden und der Anteil von „low quality Links“ gegenüber den hochwertigen Links überwiegt, schlägt der Filter an und die Domain wird automatisch herabgestuft.

Diese Blockade blieb bislang bis zum nächsten Penguin-Update wirksam!

Der Penguin-Filter konnte sich erst wieder bei einem neuen Update lösen (sofern die Grenzwerte wieder unterschritten waren).

Das heißt, auch bei sofortigen Gegenmaßnahmen, blieb der Rankingverlust bis zur nächsten Penguin Überprüfung bestehen!

 

Das letzte Penguin-Update war vor 2 Jahren!  
Erst jetzt kann das Ranking betroffener Webseiten wieder steigen.
Nun wird sich durch das aktuelle Update herausstellen, ob die bisherigen Aufräumaktionen erfolgreich waren oder nicht.

 

 

Penguin läuft künftig dauerhaft!

Der Penguin-Herabstufungsfilter ist jetzt im Kernalgorithmus platziert.
Er schlägt automatisch an, wenn ein gewisser Grenzwert überschritten wird.
Die Daten werden jetzt bei jedem Crawling aktualisiert.
Ist der Grenzwert wieder unterschritten, löst sich der Filter automatisch und das Ranking steigt wieder an.
Separate Penguin-Updates wird es daher in Zukunft wohl nicht mehr geben.

 

 

Vorangegangene Abstrafung durch eine „Manuelle Penalty“

Bis zum Penguin 4.0 wurden einige Domains, die unter dem Verdacht standen gegen die Webmaster-Richtlinien zu verstoßen, von echten Menschen aus dem „Google Search Quality Team“, auf eine unnatürliche Linkstruktur überprüft.
Die Webseitenbetreiber bekamen dann meistens von Google eine Meldung.
So hatte man die Möglichkeit, schädliche Links zu bereinigen.
Nahm man diese Chance nicht wahr, wurde die Domain manuell abgestraft.

Die verhängten Maßnahmen trafen aber nicht alle Domains, die gegen die Richtlinien verstoßen haben.
Viele hatten Glück und sind unentdeckt geblieben.

 

Eine „Manuelle Penalty“ löste sich beim nächsten Penguin-Update nicht automatisch!
Sie wurde von Google Mitarbeitern manuell vergeben und musste auch wieder von Hand entfernt werden.

 

Penguin 4.0 filtert nun feiner und engmaschiger als die vorangegangenen Updates.

Daher sind manuelle Überprüfungen durch Google Mitarbeiter jetzt weitestgehend nicht mehr nötig.

„Manuelle Penaltys“ wird es von nun an nur noch in Ausnahmefällen geben.

 

Money-Keywords in Zeiten des Penguin Updates 4.0

Höchstwahrscheinlich werden nun auch verlinkte Money-Keywords automatisch überprüft.

 

Am 23.05.2013 (Penguin Update 2.0) gab es die erste große Abmahnwelle wegen Verlinkungen von Money-Keywords.
(Money-Keywords sind Suchbegriffe, die ein hohes Suchvolumen aufweisen und hohe CPC-Kosten haben.)

Es handelte sich meist um eine „manuelle Penalty auf Keyword-Ebene“.
(Eine Webseite rutschte mit ein paar Keywords stark ab, die Ranking-Positionen aller anderen Keywords blieben aber stabil.)

 

Verlinkte Suchbegriffe die auch im Firmennamen, oder in der Domain-Adresse vorkommen, blieben bei der manuellen Überprüfung größtenteils verschont.
Durch den neuen Penguin Filter werden jetzt vermutlich auch diese Money-Keywords automatisch herabgestuft!

 

 

Das neue Penguin Update 4.0 und dessen Integration in den Kernalgorithmus, zeigen,
dass die Linkstruktur nach wie vor ein wesentlicher Rankingfaktor ist.

 

 

Wie soll man jetzt am besten vorgehen?

Reagieren Sie sofort, aber handeln Sie mit Bedacht.

 Die Aufräumaktion wirft bei vielen Betroffenen erstmal zwei grundlegende Fragen auf:

  • Was habe ich überhaupt für Links?
  • Welche Links sind gut und welche schädlich?

 

In Ihrer Google Search Console (Webmaster Tools) finden Sie alle eingehenden Links zu Ihrer Seite.
Sie können diese exportieren und eine Excel-Liste erstellen. Diese ist hilfreich als Grundlage für Ihre Arbeiten.

 

Wichtig! Verlassen Sie sich bei der Linkanalyse nicht auf einen Backlink-Checker.
SEO-Tools widersprechen meist den Bewertungskriterien von Google!
Daher wäre das Risiko gute Links anstatt der schädlichen zu entfernen zu groß.

 

  • Überprüfen Sie Ihre Links mit gesunden Menschenverstand, arbeiten Sie mit Fingerspitzengefühl und wägen Sie ab, ob der jeweilige Link wirklich Schaden verursacht.
  • Werden alle schädlichen Links einfach entfernt, wird die Substanz der Linkreputation geringer und die Webseite kann auch dadurch an Relevanz verlieren!
  • Eine gute Möglichkeit wäre, alle Money-Keywords zu ändern.
    Verwenden Sie stattdessen Ihren Firmennamen, Ihre URL oder längere Phrasen als Anker-Texte.
    Die beste und effektivste Lösung ist, wenn die Textlinks auf „nofollow“ gesetzt werden.
    Dadurch können sie nicht mehr als Manipulationsversuch bewertet werden und wären als nofollow-Links sogar förderlich für Ihre Webseite.
    (Zeigt Google, das die Links nicht zwecks Linkaufbau gesetzt wurden, sondern weil die Seiten interessant sind.)
  • Verwenden Sie das Google's Disavow-Links-Tool nur, wenn andere Maßnahmen misslungen sind und sich schädliche Links nicht ändern, oder entfernen lassen.

 

Was in den Augen von Google künstliche oder unnatürliche Linkstrukturen sind und wie man auf eine Abstrafung reagieren muss, lesen Sie unter: Google Penalty